Wenn Sie ein Restaurant, Café, Hotel oder einen Beachclub betreiben und nicht ausschließlich einheimische Gäste empfangen, ist eine Speisekarte in nur einer Sprache häufig nicht mehr ausreichend.
Wenn ein internationaler Gast am Tisch Platz nimmt, möchte er zunächst verstehen, welche Speisen und Getränke angeboten werden. Ist dies nicht möglich, kann die entstehende Kommunikationslücke das gesamte Kundenerlebnis negativ beeinflussen.
Eine ausschließlich in der Landessprache verfasste Speisekarte kann für einen Betrieb in einer touristischen Region einen deutlichen Nachteil darstellen.
Der Gast weiß möglicherweise nicht genau, was er bestellt. Das Servicepersonal muss zahlreiche Gerichte erklären und Missverständnisse können dazu führen, dass sowohl der Gast als auch der Betrieb unzufrieden sind.
Genau an diesem Punkt bietet eine mehrsprachige digitale Speisekarte eine praktische Lösung. Sie ermöglicht es, alle Sprachversionen über ein zentrales Verwaltungssystem zu steuern.
In diesem Ratgeber erklären wir, was eine mehrsprachige Speisekarte ist, wie sie funktioniert, wie sie erstellt wird und warum sie für Gastronomiebetriebe einen so großen Unterschied machen kann.
Was genau ist eine mehrsprachige Speisekarte?
Bei einer mehrsprachigen Speisekarte werden Produktnamen, Beschreibungen, Kategorien, Zutateninformationen und Allergenhinweise in mehreren Sprachen angeboten.
Nach dem Öffnen der Speisekarte wählt der Gast seine bevorzugte Sprache aus und kann anschließend alle Inhalte in einer verständlichen Form lesen.
Ein Restaurant kann seine Speisekarte beispielsweise auf Türkisch, Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und Arabisch veröffentlichen.
Welche Sprachen angeboten werden sollten, hängt vom Standort des Betriebs und von der Zusammensetzung der Kundschaft ab. Nicht jeder Betrieb muss dieselben Sprachen verwenden.
Warum ist Mehrsprachigkeit so wichtig geworden?
Internationale Gäste möchten zunächst verstehen, welche Speisen sie bestellen können.
Wenn sie ausschließlich lokale Produktnamen sehen, müssen sie häufig erraten, welche Zutaten enthalten sind. Dies kann Unsicherheit verursachen und zu falschen Bestellungen führen.
Mit einer mehrsprachigen Speisekarte können Gäste die Zutaten, die Zubereitungsart und die Produktbeschreibung in ihrer eigenen Sprache lesen.
Dadurch können sie schneller entscheiden und der Bestellvorgang wird deutlich einfacher.
Mehrsprachigkeit vermittelt außerdem indirekt die Botschaft, dass internationale Gäste im Betrieb willkommen sind und ernst genommen werden.
Für Hotels, Restaurants in touristischen Regionen, gastronomische Betriebe an Flughäfen, Cafés in Urlaubsgebieten und Beachclubs gehört eine mehrsprachige Speisekarte inzwischen fast zum erwarteten Standard.
Wie funktioniert das System?
Der Gast scannt den QR Code auf dem Tisch oder an einer anderen Stelle im Betrieb. Anschließend öffnet sich die Speisekarte und zeigt eine Sprachauswahl an.
Nach der Auswahl einer Sprache erscheinen Kategorien, Produktnamen, Beschreibungen und weitere Informationen in der gewünschten Sprache.
Ein wichtiger Vorteil besteht darin, dass nicht für jede Sprache ein eigener QR Code erstellt werden muss.
Ein einziger QR Code kann den Zugang zu allen verfügbaren Sprachversionen ermöglichen.
Ändert der Betreiber den Preis eines Produkts, muss die Anpassung nur einmal vorgenommen werden. Der neue Preis wird anschließend in allen Sprachversionen angezeigt.
Dadurch entfällt die aufwendige Erstellung separater PDF Dateien für jede Sprache.
Was sollte bei der Übersetzung beachtet werden?
Einer der häufigsten Fehler ist die wortwörtliche Übersetzung von Produktnamen.
Wird der Name eines traditionellen Gerichts direkt übersetzt, kann das Ergebnis in der Zielsprache unverständlich oder sogar unfreiwillig komisch wirken.
Bei der Übersetzung sollte deshalb berücksichtigt werden, um welche Art von Gericht es sich handelt, wie es zubereitet wird und welche Zutaten enthalten sind.
In manchen Fällen ist es sinnvoll, den ursprünglichen Produktnamen beizubehalten und eine kurze Erklärung hinzuzufügen.
Statt lediglich „Mantı“ zu schreiben, kann beispielsweise erklärt werden, dass es sich um kleine gefüllte Teigtaschen mit Hackfleisch handelt, die mit Joghurt und Sauce serviert werden.
Dadurch erhalten internationale Gäste eine wesentlich klarere Vorstellung vom Gericht.
Bei regionalen Spezialitäten, besonderen Saucen und traditionellen Zubereitungsmethoden sollte die Beschreibung an den natürlichen Sprachgebrauch der Zielsprache angepasst werden. Eine reine Wort für Wort Übersetzung ist hier meist nicht ausreichend.
Kann man automatischen Übersetzungen vertrauen?
Automatische Übersetzungsprogramme können bei der ersten Vorbereitung hilfreich sein. Sie sollten jedoch nicht ohne Kontrolle verwendet werden.
Gerichtsnamen, regionale Rezepte, Fachbegriffe und insbesondere Allergeninformationen können falsch übersetzt werden.
Eine ungenaue Produktbeschreibung kann dazu führen, dass ein Gast ein anderes Gericht erwartet. Dies ist zwar unangenehm, kann aber normalerweise gelöst werden.
Ein Übersetzungsfehler bei Allergeninformationen kann wesentlich schwerwiegendere Folgen haben.
Deshalb sollten automatisch übersetzte Inhalte immer überprüft werden. Idealerweise erfolgt die Kontrolle durch eine Person, die die jeweilige Sprache gut beherrscht.
Das Ziel besteht nicht nur darin, Texte in eine andere Sprache zu übertragen. Der Gast soll das Produkt vollständig und korrekt verstehen.
Welche Sprachen sollten angeboten werden?
Die Auswahl der Sprachen sollte sich nach der tatsächlichen Kundschaft richten.
Nicht jeder Standort benötigt dieselben Sprachversionen.
Für touristische Betriebe in der Türkei steht Englisch häufig an erster Stelle. In Regionen mit vielen deutschen Gästen kann Deutsch besonders wichtig sein. Französisch bietet sich an, wenn regelmäßig französischsprachige Kunden empfangen werden.
Je nach Region und Zielgruppe können auch Arabisch, Russisch, Spanisch, Italienisch oder Niederländisch sinnvoll sein.
Es ist jedoch nicht notwendig, sofort alle verfügbaren Sprachen einzurichten. Sinnvoller ist es, mit den tatsächlich benötigten Sprachen zu beginnen und bei Bedarf weitere hinzuzufügen.
Müssen nur die Produktnamen übersetzt werden?
Nein. Alle Inhalte, die die Entscheidung des Gastes beeinflussen können, sollten übersetzt werden.
Dazu gehören Kategorien, Produktnamen, Beschreibungen, Zutaten, Portionsgrößen, Garstufen und Allergenhinweise.
Auch Kennzeichnungen wie vegan, vegetarisch, glutenfrei, scharf oder alkoholhaltig müssen für Gäste klar verständlich dargestellt werden.
Suchfelder, Schaltflächen, Informationshinweise und Systemmeldungen sollten sich ebenfalls an die ausgewählte Sprache anpassen.
Dadurch entsteht ein einheitliches und vollständiges Nutzungserlebnis.
Wie unterscheiden sich PDF Menü und digitales Menü?
Bei einem PDF Menü muss in der Regel für jede Sprache eine eigene Datei erstellt werden.
Die türkische, englische, deutsche und französische Version werden separat gestaltet und gepflegt.
Bei jeder Änderung müssen sämtliche Dateien einzeln aktualisiert werden. Dies kostet Zeit und erhöht das Risiko, dass unterschiedliche oder veraltete Informationen veröffentlicht werden.
Häufig werden außerdem separate Links oder QR Codes benötigt, damit Gäste die richtige Sprachversion erreichen.
Bei einem digitalen Menü werden alle Sprachen innerhalb eines Systems zentral verwaltet.
Der Gast öffnet die Speisekarte, wählt seine Sprache aus und kann sofort mit der Auswahl beginnen.
Für Betriebe mit häufig wechselnden Produkten und einer internationalen Kundschaft ist dieser Unterschied besonders bedeutend.
Welche Vorteile entstehen für den Betrieb?
Der wichtigste Vorteil besteht darin, dass Gäste die angebotenen Produkte leichter verstehen.
Das Servicepersonal muss weniger Zeit damit verbringen, einzelne Gerichte am Tisch zu erklären. Gleichzeitig wird der Bestellprozess schneller.
Wenn internationale Gäste die Inhaltsstoffe in ihrer eigenen Sprache lesen können, treffen sie ihre Entscheidung mit größerer Sicherheit.
Dies erhöht die Zufriedenheit und hinterlässt einen professionelleren Eindruck.
Eine verständliche und korrekt übersetzte Beschreibung kann einen Gast sogar dazu ermutigen, ein regionales Gericht zu probieren, das ihm bisher unbekannt war.
Worauf sollte man bei der Auswahl eines Systems achten?
Wichtig sind die Anzahl der unterstützten Sprachen, die einfache Verwaltung der Übersetzungen und eine übersichtliche Bedienung.
Für jedes Produkt sollten in jeder Sprache eigene Namen und Beschreibungen eingegeben werden können.
Der Gast sollte die Sprache mit einer einzigen Auswahl ändern können. Änderungen müssen außerdem sofort veröffentlicht werden.
Die Speisekarte sollte auf mobilen Geräten schnell laden und ihre Gestaltung beim Sprachwechsel beibehalten.
Besonders bei Sprachen wie Arabisch, die von rechts nach links geschrieben werden, sollte geprüft werden, ob das System die richtige Schreibrichtung und Seitenstruktur unterstützt.
Für Unternehmen mit mehreren Standorten ist außerdem die Möglichkeit wichtig, Sprachen, Produkte und Preise für jede Filiale individuell verwalten zu können.
Zusammenfassung
Eine mehrsprachige Speisekarte ist nicht nur eine zusätzliche Aufmerksamkeit für internationale Gäste.
Sie beeinflusst die Servicequalität, die Zugänglichkeit und den gesamten Bestellprozess unmittelbar.
Korrekte Übersetzungen, verständliche Kategorien, eindeutige Allergeninformationen und eine einfache Sprachauswahl ermöglichen Gästen eine deutlich angenehmere Nutzung.
Mit dem mehrsprachigen digitalen Menüsystem von Qrelle können Sie Ihre Produkte in verschiedenen Sprachen veröffentlichen, alle Übersetzungen über ein zentrales Verwaltungssystem steuern und Ihren Gästen ein verständliches Menü in ihrer bevorzugten Sprache anbieten.

